Kaffee-/ Espressosorten

Arabica (Coffea arabica)

Diese Bohnenart stammt ursprünglich aus Äthiopien und besitzt einen säuerlich, fruchtigen Geschmack mit heller Crema. Die Arabica macht ca. 60% der Welternte aus. Angebaut wird sie in Kenia, Kolumbien und Mittelamerika, in einer Höhe von 1000 – 3000m über dem Meeresspiegel. Diese Gebiete zeichnen sich durch eine tiefe Bodenbeschaffenheit und hohe Luftfeuchtigkeit mit seltenem Niederschlag aus – die Temperatur sollte etwa 17-26°C betragen. Durch die Selbstbefruchtung beginnt das Wachstum der Pflanze, wobei die Blütezeit bis zur Ernte 7-11 Monate beträgt. Die Kaffeepflanze wird im Ganzen ca. 5m groß und hat 5-20cm lange Laubblätter. Die ersten Früchte trägt sie nach etwa 3-5 Jahren und das für ungefähr 50-60 weitere Jahre. Mit 1,5% Coffein ist die Arabica der übliche Kaffee in Deutschland, der in mehreren Sorten angeboten wird.

Robusta (Coffea canephora)

Diese Bohnenart besitzt einen bitteren, erdigen Geschmack mit dunkler Crema und wird vor allem als Zusatz für Espresso verwendet. Die Robusta macht ca. 39% der Welternte aus. Angebaut wird sie hauptsächlich in Asien, Zentralafrika und Indonesien, in einer Höhe von bis zu 900m über dem Meeresspiegel. Diese Gebiete zeichnen sich ebenfalls durch eine tiefe Bodenbeschaffenheit aus, weisen jedoch eine 100%-ige Luftfeuchtigkeit und eine hohe Niederschlagsquote auf. Die Temperatur sollte um die 26°C betragen und daher in Regionen liegen, die niederschlagsreich sind. Eine Fremdbestäubung leitet die Wachstumsphase der Pflanzen ein. Die Blütezeit bis zur Ernte beträgt dabei ca. 6-10 Monate. Die Kaffeepflanze wird bis zu 8m groß und hat etwa 40cm lange Blätter. Mit 2,7% Coffein wird er vor allem in Südfrankreich, Spanien und Portugal getrunken, außerdem gibt es ihn in mehreren Sorten.

Liberica (Coffea liberica)

Die Kaffeepflanze der Liberica erreicht etwa eine Höhe von 9-20m. Sie wurde anfangs nur im Flachland Westafrikas angebaut, inzwischen aber auch auf den Philippinen, Indonesien und Vietnam. Die Laubblätter werden bis zu 35cm lang und 15cm breit. Im Gegensatz zur Arabica- und Robustapflanze sind die Kaffeekirschen größer und härter, was dazu führt, dass aus ihr nur sehr große und qualitativ minderwertigere Bohnen gewonnen werden können. Der Anbau ist sehr mühsam, obwohl sie widerstandsfähiger gegenüber Parasiten ist. Die Liberica macht deshalb weniger als 1% des Weltmarktanteils aus.

Excelsa (Coffea Excelsa)

Die Bohne ist eine Unterform der Coffea liberica und hat ebenfalls einen noch geringeren Anteil an der Welternte. Von der Form erinnert sie an eine Robusta und kommt in unterschiedlichster Qualität vor. Sie wird in der trockenen Region Tschad in Afrika ca. 250m über dem Meeresspiegel angebaut und wird bis zu 20m groß. Sie ist außerdem sehr dürrestabil und besitzt außergewöhnliche Laubblätter, die zunächst rötlich violett sind und mit zunehmendem Alter grünlich werden. Die Reifephase der Kaffeekirschen dauert etwa 12-14 Monate.

Stenophylla (Coffea stenophylla)

Die Bohnen der Stenophylla sind rund, groß, schwarz und haben einen vergleichsweise milderen Geschmack. Die Pflanze wurde ursprünglich in den Bergländern Guineas, Sierra Leone und der Elfenbeinküste angebaut. Heute wächst sie auch in anderen Ländern Westafrikas und nicht-afrikanischen Ländern. Kultivieren kann man sie in einer Höhe von bis zu 700m über dem Meeresspiegel. Die Pflanze wird bis zu 3m groß und trägt die ersten Kaffeekirschen nach 7 Jahren und das nur weitere 9 Jahre lang.

Maragogype (Coffea maragogype)

Die Bohnenart Maragogype ist eine Kreuzung der bekannten Arabica-Bohne mit der Liberica-Bohne. Diese Kaffeesorte wird auch als Elefantenbohne bezeichnet, da sie etwa 30-40% größer ist, als die Arabica-Bohne. Nach der Röstung ist sie ca. 16-24mm lang, etwa 12-16mm breit und verglichen mit anderen Sorten sehr hell. Sie ist außerdem sehr mild, säurearm und als Getränk deshalb auch magenschonend. Daher ist der Kaffee der Maragogype bei Kaffeetrinkern der Pressstempelkannen und Filterkaffeemaschinen besonders beliebt – in Espressoröstungen ist sie selten anzutreffen. Kultiviert wird sie in ca. 400-1200m Höhe in Mexiko, Nicaragua und der Region Chiapas.